Traumaintegrative Aufstellung
Die Traumaintegrative Aufstellung eröffnet einen Raum zur Selbstbegegnung und Selbstheilung unter psychodynamischen Aspekten in Bezug auf ein konkretes Anliegen. Sie unterstützt die achtsame Aufarbeitung und Verarbeitung zugrunde liegender Erfahrungen und Gefühle.
Ein erheblicher Anteil unseres Fühlens und Verhaltens wird von unbewussten Prozessen geprägt. Durch die Aufstellungsarbeit kann behutsam Zugang zu diesen inneren Dynamiken entstehen – in einem sicheren, wertschätzenden Rahmen und mit fachkundiger, traumasensitiver Begleitung.
Ziel ist es, gesunde psychische Funktionen zu stabilisieren und zu stärken. Ursprünglich sinnvolle, heute jedoch dysfunktionale Bewältigungsstrategien können erkannt und schrittweise reduziert werden. Gleichzeitig wird die Verarbeitung traumagebundener Emotionen ermöglicht, sodass sich daraus entstandene Beschwerden und Probleme auflösen können.
Die Aufstellung fördert ein vertieftes Selbstverständnis sowie die Entwicklung eines gesunden, mitfühlenden Umgangs mit sich selbst. Dysfunktionale Muster, die ein gutes und erfülltes Leben beeinträchtigen, können auf kognitiver, emotionaler und Verhaltensebene schrittweise abgebaut werden. Dadurch entstehen mehr innere Stabilität, Klarheit und Handlungsspielraum.
Die Aufstellungen können sowohl im Einzel- als auch im Gruppensetting stattfinden und dauern in der Regel zwischen 60 und 90 Minuten.
Eine Aufstellung gestaltet sich in ihren wesentlichen Schritten folgendermaßen: Zu Beginn schildert der Klient sein Anliegen und beschreibt, was ihn aktuell bewegt. In der Gruppenarbeit wählt er anschließend für zentrale Aspekte seines Themas Personen aus, die stellvertretend in Resonanz gehen und den entsprechenden inneren Anteilen eine Stimme verleihen. Diese teilen ihre unmittelbaren Wahrnehmungen und Empfindungen mit, sodass ein Dialog zwischen dem Klienten und seinen inneren Anteilen entstehen kann. Auf diese Weise werden hinter dem ursprünglichen Anliegen liegende, häufig unbewusste Inhalte, Botschaften und Gefühle sichtbar und erfahrbar.
Im Einzelsetting kommen anstelle von Personen Platzhalter zum Einsatz, etwa Filzmatten oder andere geeignete Gegenstände. Auch hier ermöglicht die Resonanzarbeit, verborgene und häufig unbewusste Inhalte, Gefühle und Botschaften sichtbar und erlebbar zu machen.
Im Interesse der besseren Lesbarkeit verzichte ich auf geschlechtsspezifische Doppelnennungen. Auch bei Verwendung der männlichen Form sind jedoch ausdrücklich alle Geschlechter gemeint.